
In der elften Staffel von Germany’s next Topmodel by Heidi Klum bleiben sieben der besten acht Kandidatinnen in L.A. (für Maria hieß es ja während der letzten Entscheidung “London Calling”). “Unerwartet” besuchte Designer Philipp Plein die Mädels in ihrer Villa. Er holte sie zu einem Casting ab, bei dem es um eine Vogue-Campagne ging, bei der Naomi Campbell ablgelöst werden sollte. Mit einer Stretchlimousine , genauer gesagt einem Stretch-Hummer, ging es zu einem berühmten Haus. Dort wurden schon viele Filme gedreht (u.a. 3 Engel für Charlie und The Big Lebowski) und viele Shootings geschossen.
Beim Go-See für die reale Barbie mussten sich alle Kandidatinnen mithilfe einer kurzen Vorstellung (Ich heiße … und ich komme aus …) den Designern präsentieren. Dass Marie und Mandy in die engere Auswahl kamen war wohl für niemanden eine Überraschnung. Sara, die sich Gedanken über darüber machte ob nach Naomi Campbell wohl schon wieder eine Schwarze in die Vogue sollte, kam ebenfalls in die nächste Runde. Doch auch Larissa durfte unerwartet am Test-Shooting teilnehmen. Erst wurden die vier einzeln in Barbie-Alltagsoutfits und schließlich alle zusammen in Bikinis abgelichtet. Es ging hierbei nicht um typische Model- sondern um Barbie-Posen.
Letztendlich entschieden sich die Designer für Marie, die das Shooting später mit millionenschweren Diamanten behangen und dem für die Stil-Ikone Barbie entworfenen Kleid absolvieren sollte. Sie musste sich in exakt der selben Pose vor einen Spiegel stellen wie ihr Spielzeug-Vorbild, denn für die Campagne sollten beide Aufnahmen zusammenmontiert werden. Hierzu musste sie sehr lange in der selben Pose verharren und die Barbie quasi 1:1 nachahmen. (Hier geht’s zu den Fotos)
Das Thema der Challenge der Woche lautete “Mut zur Hässlichkeit”, denn die Mädchen wurden mit überdimensionalen Pickeln, Riesennasen und unförmigen Karnevalszähnen versehen und mussten sich so bei einem imaginären Casting präsentieren. Jessica trat volle Kanne ins Fettnäpchen als sie im Interview über Rolfs Pickel, Rolfs häßliche Zähne und Peymans Riesennase redete. Uuups, handelte es sich bei Peymans Nase doch um keine angeklebte, sondern um seine echte… Am überzeugendsten gaben sich Sara durch ihre Natürlichkeit und Sarina durch vorher ungekannte Ernsthaftigkeit. Den Preis der Challenge, ein Videotelefonat mit den Eltern, gewann Sarina. Zum einen hatte sie den Preis wirklich verdient und zum anderen war es für sie (als Küken) mit Sicherheit mit am wichtigsten.
Für Maria ging es ja während der Entscheidung der letzten Episode nach London, da Fotograf Rankin sie für ein Shooting gebucht hatte. In dieser Episode stellte sich also heraus, um was für ein Shooting es sich handelte: das Cover des LOOK mags. Dazu hatte der Fotograf mehrere Ideen, die er alle mit Maria als Model umsetzte – lediglich bei einer, dem Quasi-Bodypainting, funktionierte es nicht so wie geplant. Insgesamt konnte Maria Rankin durch sehr gute Ergebnisse zufriedenstellen und den Rückweg in die USA antreten, wo sie wieder zu den anderen sieben Mädchen stieß.
Wiedervereint ging es für alle acht Kandidatinnen zum Shooting für die Entscheidungs-Fotos der Woche. Es handelte sich sich um ein Shooting mit Kristian Schuller (z.B. Bond-Helicopter-Shoot und Essens-Shoot in Staffel 3), bei dem sich alles ums Thema Stil-Ikone mit einer gehörigen Portion Sex handelte. Vier Stil-Ikonen (Marilyn Monroe, Betty Page, Brigitte Bardot und Sofia Loren) gab es also und jeweils zwei Mädels schlüpften in ihre Rolle. Die Posen, d.h. eine Pose pro Ikone, mussten sie anhand einer Zeichnung machen.
Sarina und Jessica wurden zu Marilyn Monroe. Ihre Pose war – natürlich – der Windstoß aus dem U-Bahn-Schacht aus Das verflixte siebte Jahr. Die Location war deshalb der Hubschrauberlandeplatz eines Wolkenkratzers. Sarina hatte ein paar Schwierigkeiten damit, auf alle ihre Körperteile gleichzeitig zu achten, doch der Fotograf gab zu, dass dies wirklich schwierig sein. Jessica war als “Marilyn Monmon” (Jessica) eher verkrampft, weil ihr der Mann an der Windmaschine tentenziell unter den Rock schauen konnte.
In die Rolle von Betty Page schlüpften sowohl Marie als auch Sara. Sie wurden im Leoparden-Outfit auf einem gepolsterten Hocker vor einem gerafften Vorhang abgelichtet. Marie wies auf den Fotos Ähnlickeiten zu Betty Page auf. Aber auch Sara hatte viel Spaß und war supersexy. Beide gefielen Heidi Klum.
Als Brigitte Bardot, oder “Prischitt Pado” (Larissa) bzw. “Brigitte Bärgeaut” (Mandy), wurden Larissa und Mandy abgelichtet. Ihre Location war ein Sofa, auf dem sie sinnlich und sexy posen sollten – wie auf der Zeichnung. Larissa hatt ehiermit ihre Schwierigkeiten und wirkte verkrampft. Heidi Klum fand sie am schwierigsten und Kristian Schuller kündigte Schwierigkeiten bei der Findung eines guten Fotos an. Mandy machte ihre Sache besser, guckte sinnlich und unbeschwert in die Kamera und zeigte ihre Kurven. Nur ihren Busen musste sie hin und wieder sortieren.
Ira und Maria schlüpften in die Rolle von Sofia Loren und ihre Location war eine Hauswand aus hellgrauem Beton. Ira hatte große Ähnlichkeit mit dem Original aber auch Maria machte einen guten Job. Die beiden hatten keine Schwierigkeit mit der Aussprache ihres Vorbildes – im Gegensatz zu Jessica, Larissa und Mandy – aber Englisch und Französisch sind ja auch wirklich tückisch
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Zurück in der Model-Villa wartete Rolf mit einer Aufgabe auf die Mädchen: Sie sollten in sich gehen und sich eine wichtige Frage stellen. Beantworten mussten sie diese ihrem Spiegelbild gegenüber. Dabei sollten sie ehrlich zu sich selbst sein und Zeit bekommen über Dinge nachzudenken, die sie im stressigen Alltag verdrängen.
Maria fragte: “Warum bin ich hier?”, und gab sich folgende Antwort darauf*:
Ich hab bis jetzt eigentlich noch nie irgendwas gehabt in meinem Leben, wo ich gesagt hab: “Da steh’ ich 100%ig dahinter”, und da hab ich auch das Gefühl das ich das kann.
[Ich will beweisen,] dass ich auch in irgendwas gut bin. Warum ich das will – das hat vielleicht damit garnichts zu tun – aber es ist halt so, dass… meine Eltern sind beide voll gut in der Schule gewesen, haben beide super Jobs und so und bei mir ist das einfach nicht so gewesen und das ist halt was, ja, eben was, was mir Spaß macht, wo ich gut drin bin und wo ich eben besser bin als andere.
Es war für mich auch ne Zeit lang so, dass ich immer “die Tochter von…” war, eben, und jetzt hab ich halt – jetzt bin ich jemand selber. Also es ist jetzt nicht so, dass ich nach was gesucht hab über das ich mich definieren kann, aber es ist einfach so, dass man halt immer auch so vorgest… – also auch wenn’s nur aus ‘nem Scherz war von Freunden oder so – “Hey, guck mal, das ist die Maria. Das ist die Tochter von…” Und dann ist das irgendwann, irgendwann war klar… am Anfanf ist das halt lustig aber irgendwann ist es kein Scherz mehr und jetzt… Wenn man was hat, worin man gut ist, dann will man doch auch damit verbunden werden und so… werde ich jetzt halt hiermit verbunden.
Im Nachhinein fand Maria die tränenreiche Übung gut und hielt in ihrer Bilanz fest, dass sie ihr gutgetan hat.
Ira fragte: “Wie muss ich daran arbeiten, dass ich dem Kunden im Gedächnis bleibe?”. Sie antwortete ihrem Spiegelbild*:
Ich mein, ich wohn in Köln; Köln ist zwar ‘ne große Stadt, aber auch nicht so klein und wenn man wie ich im Nachtleben arbeitet bleibt man einem irgendwie hängen – sei es positiv oder negativ – und dann wird einem einfach klar, dass man zu Hause auch einfach Leute sitzen hat, denen man zeigen will: guck mal da und hier. Bei mir war das so ; meine Nichte wurde geboren und da waren alle Augen auf sie gerichtet… Meine Schwester heiratet bald… Wow! Die heiratet – die heiratet halt. Und meine andere Schwester, die hat auch was geschafft und ich kam mir einfach manchmal vor wie das fünfte Rad am Wagen.
Ich mein’ ich weiß, dass meine Eltern stolz auf mich sind, dass sie mich lieben und man will irgendwie sagen: “Guck mal, hier bin ich – ich kann auch was.”.
Jessica fragte: “Warum bin ich so emotional? – Sei es bei den Entscheidungen, sei es wenn die anderen Mädchen weinen.”. Maries Frage hingegen war das Gegenstück, denn sie fragte: “Warum bin ich so unemotional?”, und antwortete*:
Also es gab halt einen Punkt in meinem Leben, wo ich ganz stark enttäuscht worden bin und da hat sich mein Leben einfach ‘n Bisschen geändert. Seit dem Zeitpunkt hatte ich immer so ‘ne große Angst andere Menschen zu enttäuschen, dass ich halt so meine eigenen Bedürfnisse voll zurückgeschraubt hab.
Ich weiß ja gar nicht was ich machen will, weil ich mich immer nur drauf konzentrier’ es halt allen anderen recht zu machen.
Mandy stellte sich die Frage “Wieso fällt es mit immer so schwer 100 Prozent zu geben, obwohl ich es will?”, und antwortete darauf*:
Ich bin einfach total unsicher in dem überhaupt, was ich hier mache, weil dann bin ich einfach so verkrampft, dass ich garnicht mehr 100 % geben kann, weil ich einfach nicht weiß wie ich’s angehen soll, weil ich einfach Angst hab’ Fehler zu machen und es mir selber kaputt zu machen; aber weil ich einfach so denke mach’ ich’s mir dann schon wieder selber kaputt.
Larissa sagte, sie bewundere die anderen Mädchen für ihre Offenheit, weil sie selbst nicht im Stande sein sich so zu öffnen. Sie versuchte sich ud den anderen zu erklären, wieso sie immer anders und nicht weiblich genug rüberkommt. Insgesamt zogen die acht Kandidatinnen eine positive Bilanz bezüglich dieser Aufgabe.
Dann stand auch schon wieder die Entscheidung an, bei der Topmodel Karolina Kurkova als Gastjurorin fungierte. Der Live-Walk hatte mit ihr zu tun: da sie bei der letzten Victoria Secret-Show mit nur einem Schuh über den Laufsteg geschritten war, mussten auch die acht Topmodel-Kandidatinnen mit nur einem Schuh ihre Kleider präsentieren. Bei Mandy fiel gar nicht auf, dass sie nur einen Schuh anhatte, während Larissa “Skateboard fuhr”.
Nachdem sie den Barbie-Job nicht bekommen hatte, das Stil-Ikonen-Shooting weder zur Zufriedenheit Heidis noch zur Zufriedenheit des Fotografen abgelaufen war und sie beim Live-Walk nicht überzeugen konnte, musste Larissa die Show ohne Foto verlassen. Da sie als erste vor die Jury getreten war, überraschte es wohl niemanden, dass alle anderen acht Mädchen weiterkamen.
Eins ist aber noch zum Foto von Jessica zu sagen: so ungeheuer unvorteilhaft wie sie darauf aussieht, muss man sich ja fast schon ernste Gedanken darüber machen, was die Jury und Kristian Schuller bei der Auswahl dieses Bildes eigentlicht genommen hatten – da ist es ja schon peinlich, sowas als repräsentatives Material in seine Sedcard aufzunehmen.
Weiter und damit in der zwölften Episode auf Hawaii mit dabei sind Maria, Marie, Sara, Sarina, Mandy, Ira und Jessica.





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